Meine ersten Schritte im Fediverse
Als ich Anfang Februar 2024 durch einen Bekannten das erste Mal den Begriff "Fediverse" hörte, konnte ich damit überhaupt nichts anfangen. Erklärungsversuche seinerseits, was genau das Fediverse ist, machten es nicht einfacher.
Ich ließ mich von den Vergleichen ("Friendica ähnlich Facebook, Mastodon ähnlich Twitter, Pixelfed wie Instagram" usw.) leiten und entschied mich für Friendica.
Die Empfehlung, mich kurz mit dem Hashtag "#NeuHier" vorzustellen, ignorierte ich gekonnt. Wen wird das schon interessieren, dass ich neu hier bin!
Kontakte von Facebook fand ich über die Suche nicht, nur lauter mir unbekannte Nutzer:innen. Ich folgte also niemandem. Langsam, sehr langsam füllte sich meine Timeline. Ich war mir sicher, dass das Fediverse kein Ort für mich sein wird.
Aber was ich so las, was andere Nutzer:innen so schrieben... das wirkte gar nicht so abgehoben, so arrogant, beleidigend oder anmaßend. Nein. Je mehr Beiträge ich sah, desto angenehmer fand ich die Atmosphäre.
Es dauerte nicht allzu lang und ich kommentierte einen Beitrag, der mich interessierte. Daraus entwickelte sich eine interessante Unterhaltung und es gefiel mir zunehmend immer mehr. Ich folgte immer mehr Leuten, kommentierte fröhlich hier und da und fühlte mich einfach wohl.
Heute, fast 2 Jahre später, bin ich selbst Instanzbetreiberin und habe diese mittlerweile für andere User:innen geöffnet. Jeder, der mag, kann sich auf meiner Instanz registrieren und somit das Fediverse nutzen. Mir war wichtig, der Allgemeinheit etwas zurückgeben zu können.
Ich kann also jedem, der noch ein wenig mit dem Fediverse hadert, den Tipp geben: Hab Geduld! Am Anfang wirkt alles unfassbar kompliziert, die Strukturen scheinen verworren, vieles ist überhaupt nicht schlüssig. Aber je mehr man sich mit dem Fediverse und der Geschichte dazu befasst, umso mehr versteht man und umso mehr lernt man das Fediverse zu schätzen.